F. M. Alexander (1869-1955), Begründer der Alexandertechnik,
wurde in Tasmanien/ Australien geboren. Als begnadeter Rezitator
und Schauspieler durchlief er eine erfolgreiche Bühnenkarriere. Es
stellten sich jedoch nach einigen Jahren massive Stimmprobleme
bei ihm ein.

Er konsultierte Ärzte und Stimmbildner und erhoffte sich
Besserung. Die Behandlungen zeigten keinen langfristigen Erfolg.
Diese Erfahrung führte ihn zu der Annahme, dass es „etwas“
sein müsse, was er mit sich selbst „mache“, was zu seinen
Stimmproblemen führte.

Eine intensive Selbsterforschung begann, und schon bald
zeigten seine Erfahrungen positive Wirkung.
Seine stimmlichen Leistungen kehrten vollends zurück, waren
sogar besser denn je.

Er lernte seinen „Use“ zu beobachten und zu verändern. Damit
bezeichnete Alexander die Art und Weise, wie er sich selbst und
seinen Körper gebrauchte.

Er entdeckte Prinzipien, wie unsere Denk- und
Bewegungsgewohnheiten zusammenhängen und sich
beeinflussen.
1973 würdigte Nikolaas Tinbergen, Begründer der
Verhaltensforschung, in seiner Dankesrede zur Verleihung seines
Nobelpreises für Medizin und Physiologie, ausdrücklich die
beeindruckende Forschungsarbeit Alexanders.

Mit der Erkenntnis, dass geistige, körperliche und seelische
Prozesse nicht zu trennen sind, war Alexander seiner Zeit weit
voraus.

Menschen an einen verbesserten „Gebrauch ihrer selbst“
heranzuführen, um ihren allgemeinen Gesundheitszustand, ihre
Lebensqualität sowie ihr Wohlbefinden zu verbessern, war sein
Ziel, als er zu unterrichten begann.
Er ging nach London, arbeitete dort unter anderem mit Aldous
Huxley und Georg Bernhard Shaw, bildete Lehrer in seiner
Methode aus und publizierte vier Bücher über seine Arbeit.